Jahrgang 1965 in Berlin-Kreuzberg geboren

FKB: Freie Kunstschule Berlin, Schülerin u a.

von Thorsten Goldberg (Fotografie & Komposition),

Pomona Zipser (Bildhauerei),

Linda Schwarz (Experimentelle Gestaltung) 

freiberuflich seit 1995 als bildende Künstlerin tätig  
Zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen

in Deutschland und Dänemark zeugen von der

Vielgestaltigkeit ihrer Arbeiten:  Fotografie, Fragmentagen u.a.

Diverse Arbeiten befinden sich im Privatbesitz im In- und Ausland.

durch Anklicken einzelner Bilder, können diese vergrößert angeschaut werden

kleine und große Fragmentagen (von 0,20cm - 1,20m Höhe) aus Strandgut, gesteckt und flexibel miteinander verbunden zu teils gesellschaftspolitischen Themen; Preise auf Anfrage zwischen 250 € und 1200 € unter:

solvejkrueger@t-online.de

weitere Fragmentagen auf Anfrage zu sehen

 

Fragmentagen von Solvej Krüger

 

Solvej Krüger schafft eine neue, ganz eigene Figürlichkeit. Ihre Fragmentagen wirken beseelt, energiegeladen, humorvoll, lyrisch, poetisch, politisch. Der aufmerksame Betrachter, der der Vielgestaltigkeit der Materialien gewahr wird, gerät nicht selten ins Schmunzeln ob der einbezogenen Details und deren konkreten künstlerischen Bezüge. Die Künstlerin findet Materialien, die aus ihren ursprünglichen Kontexten getrennt worden sind, setzt sie erneut zusammen ohne auf die originären Inhalte zu achten. Für Solvej Krüger ist die Form, Beschaffenheit  und die Farbgebung des Fundstücks entscheidend und wie es sich im künstlerischen Zusammenhang entfaltet und behauptet, nicht dessen Inhalt. Ihre Arbeiten entwickeln sich langsam und haben menschliche, teils auch eine tierähnliche Erscheinung, die sinnlich erfüllt und als autonome plastische Gestalten daherkommem. Grundsätzlich baut Solvej Krüger ihre Figuren Schritt für Schritt auf. Meist werden ihre Figuren aus alten aus dem Meer angeschwemmten Holzfragmenten gefertigt, die sie mittels Steckverbindungen treffsicher zusammensetzt. Für Eisen- und Kunststoffteile findet sie hier und da eine sinnvolle Verwendung und eine geschickte Platzierung.  Die Künstlerin ergänzt Stück für Stück, wo es notwendig ist. Ihre Fragmentagen wachsen so gleichermaßen nach allen Seiten. Einzig dem Gesetz der Statik ist ihre dreidimensionale Formenvielfalt unterworfen. Meist offenbaren die verwendeten Materialien erst auf den zweiten Blick ihre Herkunft. Konkrete Kriterien für die Auswahl ihrer Materialien gibt es für Solvej Krüger nicht. Sie sammelt Stücke auf, die sie auf imaginäre Weise ansprechen, bei ihr Assoziationen auslösen und sie quasi im Geist nicht mehr loslassen bis jene auf andere Fundstücke stoßen und schließlich mit ihnen neue Verbindungen und Entsprechungen finden. Im prozesshaften Vorgehen der Künstlerin entwickelt sich neben den formalen Entscheidungen eine inhaltliche Idee. Im Entstehen stellt sich die Figur der Künstlerin vor. Und gleichsam arbeitet die Künstlerin durch weitere Fundstücke den ihr vorgestellten Charakter heraus. Am Ende sind Künstlerin und Werk eine Verbindung eingegangen, die die Figuren beseelt und mit Energie aufgeladen haben. Das Ergebnis sind Arbeiten, die sich durch Authentizität auszeichnen. Die Kunstfiguren von Solvej Krüger führen in die Gegenwart. Das Hier und Heute ist prägend, eine parallele Kunstwelt, die nicht nebenher läuft, sondern Eigenbestand hat. Ihre prozesshaften Figuren, die vielgestaltig gefertigt wurden, entfalten innerhalb ihrer Kunstwelt einen eigenen narrativen Kosmos und laden dazu ein, daran teilzuhaben. Sie fordern den interessierten  Betrachter auf, das Wesentliche der Arbeit herauszufinden und ihren Kern zu verstehen.